GW 21 aufgenommen: die Logik von 1832

GW 21 — Wissenschaft der Logik, Erster Band: Die Lehre vom Seyn (1832) ist vollständig erfasst und steht ab sofort in der Edition. Damit liegen beide Bände der Logik vor: die subjektive Logik von 1816 und die von Hegel selbst noch einmal durchgearbeitete Seinslehre, deren Vorrede er wenige Tage vor seinem Tod abschloss.

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Was geprüft wurde

Von der Genauigkeit eines Textes soll man nicht behaupten, was man nicht gemessen hat. Für GW 21 wurde deshalb dieselbe Prüfung durchgeführt wie für GW 12: eine Zufallsstichprobe von 20 Seiten — 6941 Wörter oder 5,4 % des Bandes — wurde ein zweites Mal unabhängig erfasst, ohne Kenntnis der ersten Fassung; beide wurden maschinell verglichen und jede Abweichung am vergrößerten Druckbild entschieden.

GW 12 GW 21
Wortgenauigkeit 99,982 % 99,986 %
Hervorhebungen richtig gesetzt 98,0 % 100 %
Hervorhebungen vollständig 99,8 % 99,1 %

Die Zahlen stammen aus der Stichprobe und beschreiben den Stand bei Veröffentlichung dieses Beitrags. Noch am selben Tag ist GW 12 vollständig nachgemessen worden — jedes ausgezeichnete Wort gegen den Buchstabenabstand seiner eigenen Druckzeile —, und dabei wurden 92 weitere Auszeichnungen gefunden, die eine Hervorhebung behaupteten, die im Druck nicht steht. Sie sind entfernt. Der Wert für GW 12 liegt seither höher als die hier genannten 98,0 %; wie hoch genau, ist nicht gemessen.

Zur Einordnung: Bei der Wortgenauigkeit stand in beiden Bänden je ein Fehler in der Stichprobe — ein Unterschied ist damit nicht belegt, die dritte Nachkommastelle trägt keine Aussage. Bei der Richtigkeit der Hervorhebungen ist der Abstand dagegen deutlich. Bei ihrer Vollständigkeit überlappen sich die Vertrauensbereiche; auch dort ist ein Unterschied nicht belegt. Und eine Grenze bleibt: Beide Fassungen entstehen maschinell. Ein Fehler, den sie übereinstimmend machen, wird von diesem Verfahren nicht gefunden. Die Zahlen sind Obergrenzen der Güte, keine neutralen Schätzer.

Zeilentreu zitierbar

Der Zeilenumbruch des Erstdrucks ist für den ganzen Band hinterlegt. Die Zählung hängt dabei nicht an einer Schätzung, sondern an den gedruckten Randziffern: Wo im Druck die 5, 10, 15 am Rand steht, muss die fünfte, zehnte, fünfzehnte Zeile stehen. Das ist für jede Seite des Bandes nachgerechnet. Wer nach GW 21, 68,12 zitiert, trifft die Zeile, die im Buch steht.

Hervorhebungen und Anmerkungen

Hegels gesperrt gesetzte Wörter sind durchgängig ausgezeichnet — im ganzen Band knapp 7000. Sie tragen philosophisches Gewicht: sie zeigen an, wo ein Begriff eingeführt oder betont wird. Seine eigenen Anmerkungen sind enthalten und mit ihrer Aufrufstelle verknüpft; eine Anmerkung, die im Druck über den Seitenumbruch läuft, wird als ein zusammenhängender Text geführt.

Originalorthographie

Die Schreibung des Drucks bleibt unangetastet, auch wo sie schwankt: Seyn, diß, Maaß, bey, Verhältniß, erfodert. Wo der Setzer selbst uneinheitlich ist — auf einer Seite Grösse, auf derselben Größe —, bleibt das stehen. Die Suche gleicht historische und heutige Schreibweisen weiterhin selbständig ab.

Was nicht enthalten ist

Der textkritische Apparat der GW-Herausgeber — Lesarten, Anmerkungen, Editorischer Bericht — ist urheberrechtlich geschützt und bleibt ausgespart. Die Edition gibt allein Hegels eigenen Text wieder. Eine Eigenheit der Vorlage sei genannt: Im Quell-Digitalisat ist ein Blatt doppelt gescannt; es fällt zwischen den Buchtitel „Erstes Buch · Die Lehre vom Seyn“ und den Beginn des folgenden Abschnitts, wo im Satz nur Leerraum steht. Es geht dadurch kein Text verloren.

Weiteres

Die Edition gibt ausschließlich Hegels gemeinfreien Text wieder.


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